Ein Mann (Bauleiter) steht vor einer schwebenden Brücke

100-Tonnen-Kran im Einsatz: Stadtwerke Bernburg heben Fernwärme-Brücke ein

Ein spektakulärer Bauabschnitt ist erfolgreich abgeschlossen: Die Stadtwerke Bernburg haben am Donnerstag die neue Rohrbrücke über das Bahngleis der K+S AG planmäßig eingehoben. Damit erreicht das Unternehmen einen wichtigen Meilenstein beim Ausbau der Fernwärmeversorgung in der Saalestadt.

Die bereits vorkonstruierte Brücke wurde mithilfe eines 100-Tonnen-Autokrans präzise an ihren endgültigen Standort gehoben. Unterstützt wurde der Einsatz durch zwei Hebebühnen, die eine exakte Positionierung ermöglichten. Der Einhub stellte aufgrund der Größe des Bauteils sowie der Lage über dem Bahngleis besondere Anforderungen an Planung und Durchführung.

„Der heutige Einhub ist ein entscheidender Schritt für unser Projekt. Die reibungslose Umsetzung zeigt, wie gut alle Beteiligten zusammengearbeitet haben“, erklärt Benjamin Kunze, Teamleiter Fernwärmenetze bei den Stadtwerken Bernburg. „Mit der neuen Rohrbrücke schaffen wir eine leistungsfähige und zukunftssichere Verbindung innerhalb unseres Fernwärmenetzes.“

Wichtige Verbindung für die Fernwärmeversorgung

Die Brücke ist Teil eines der größten aktuellen Infrastrukturprojekte der Stadtwerke Bernburg. Künftig wird sie zwei moderne Fernwärmeleitungen tragen, die eine zentrale Rolle in der Wärmeversorgung zwischen dem Standort Friedenshall und der Bergstadt übernehmen.

Insgesamt profitieren rund 5.100 Kundinnen und Kunden von der leistungsfähigen Trasse. Über die neuen Leitungen werden künftig jährlich etwa 60 Gigawattstunden Wärmeenergie transportiert.

Nächste Bauphase startet

Bereits im Mai wurde die Brückenkonstruktion nach Bernburg geliefert. In den vergangenen Wochen erfolgten umfangreiche Vorbereitungen auf der Baustelle, darunter die Errichtung der Brückenfundamente. Mit dem erfolgreichen Einhub beginnt nun die nächste Bauphase, in der die technischen Leitungen installiert und angeschlossen werden.

Ein weiterer bedeutender Projektschritt steht Ende Juni 2026 an: Dann wird die neue Fernwärmeleitung in das bestehende Netz eingebunden. Für diese Arbeiten muss das Heizkraftwerk Friedenshall vorübergehend außer Betrieb genommen werden. Die Wärmeversorgung der angeschlossenen Kundinnen und Kunden wird währenddessen über mobile Containeranlagen sichergestellt.

Investition in die Energiezukunft der Region

Mit dem Bau der Rohrbrücke investieren die Stadtwerke Bernburg gezielt in eine stabile, effiziente und zukunftsfähige Energieversorgung für Bernburg und die Region. Der Ausbau des Fernwärmenetzes stärkt die Versorgungssicherheit und schafft die Grundlage für eine nachhaltige Wärmeversorgung in den kommenden Jahrzehnten.

Weitere Informationen rund um das Thema Fernwärme finden Sie auf den Internetseiten der Stadtwerke Bernburg.