80 Millionen gemeinsam für Energiesparen

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat am 23. Juni die zweite Stufe des Notfallplans Gas, die sogenannte Alarmstufe, ausgerufen. Aktuell ist die Versorgungssicherheit gewährleistet, aber die Lage ist angespannt. Doch wir können sie in Solidarität miteinander bewältigen.

Mehr als 80 Millionen Menschen leben in Deutschland - und wir alle können etwas beitragen, damit Deutschland unabhängiger von fossilen Energieimporten wird und wir das Klima schützen. So können wir gemeinsam Energie sparen.

Mehr Informationen unter www.energiewechsel.de.

1 Grad weniger Raumtemperatur spart 6 Prozent Energie

Der Durchschnittshaushalt verbraucht im Jahr 20.000 kWh Erdgas. Für das Netzgebiet der Stadtwerke Bernburg GmbH gilt ab 01.10.2022 ein Grundversorgungspreis für Erdgas von 0,1934 Euro je Kilowattstunde.

Bei einer Reduzierung der Raumtemperatur um 1 Grad Celsius, wird eine Energieeinsparung um 6 Prozent erreicht. Für einen Durchschnittshaushalt mit 20.000 Kilowattstunden Erdgas bedeutet dies eine Einsparung um 1.200 Kilowattstunden, was einer Ersparnis von 232,08 Euro entspricht.

Mit unserem Rechner können Sie die mögliche Ersparnis für Ihren individuellen Verbrauch bei einer Reduzierung der Raumtemperatur um 1 Grad berechnen.

Energiesparrechner

Eine Absenkung Ihrer Raumtemperatur um 1 Grad würde nach den Vorgaben der Verordnung bei Ihrem angegebenen Verbrauch zu einer Einsparung von 0.00 führen.

Energie sparen lohnt sich

Kleinigkeiten mit großer Wirkung: Energie sparen kann so einfach sein. Unsere Experten haben Tipps gesammelt, die Ihnen zeigen, wie Sie schon durch Kleinigkeiten Energie sparen können.

Beim Kochen
  • Auf den richtigen Durchmesser kommt es an: Zur optimalen Wärmeausnutzung sollte der Durchmesser Ihres Kochtopfs mit der genutzten Herdplatte übereinstimmen.
  • Deckel zu!: Kochen Sie grundsätzlich im geschlossenen Topf. Achten Sie darauf, dass der Deckel gut schließt und kein Dampf entweichen kann. Bei schräg aufliegendem Deckel verdoppelt sich der Energieverbrauch, beim Kochen ohne Deckel erhöht er sich um das Vierfache.
  • Mit wenig Wasser garen: spart Energie und erhält vor allem bei Gemüse wertvolle Vitamine und Mineralstoffe.
  • Restwärme nutzen!: Schalten Sie Gusskochplatten 5 Minuten und Glaskeramik-Kochzonen 3-5 Minuten vor Ende der Garzeit aus.
Beim Kühlen und Gefrieren
  • Die richtige Temperatur: Im Kühlschrank ist eine Temperatur von 7° Celsius ausreichend. Bereits bei 5° Celsius erhöht sich dagegen der Energieverbrauch um ca. 15 %. Im Gefriergerät sollte die Lagertemperatur auf minus 18° Celsius eingestellt sein.
  • Der richtige Standort: Stellen Sie ihre Kühl- und Gefriergeräte nicht neben die Heizung und vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung. Eine um 1°C niedrigere Umgebungstemperatur senkt den Stromverbrauch um etwa 4%.
  • Kühlschranktür schließen: Steht die Kühlschranktür lange offen, wird Ihnen bei der nächsten Stromrechnung ein kalter Schauer über den Rücken laufen. Achten Sie darauf, dass die Gerätetür gut schließt, eine defekte Türdichtung sollten Sie austauschen.
  • Regelmäßig abtauen: Dicke Eisschichten fressen Energie. Hat sich in Ihrem Gefriergerät eine 1- 2 cm dicke Eisschicht gebildet empfiehlt es sich das Gerät abzutauen.
Beim Spülen
  • Vorspülen ist Verschwendung: Es genügt vollkommen, die groben Essensreste vor dem Spülgang zu entfernen. Halten Sie die Tür Ihrer Spülmaschine stets geschlossen, damit die Speisereste nicht antrocknen.
  • Nur volle Maschinen sparen Energie: Sammeln Sie das Geschirr so lange in der Maschine, bis sie wirklich voll ist. Dann arbeitet das Gerät am wirtschaftlichsten.
Beim Waschen
  • Auswahl des optimalen Waschprogramms: Vorwäsche nur für stark verschmutzte Arbeitskleidung oder bei Krankenwäsche zuschalten. Flecken in einzelnen Wäscheteilen sollten vorbehandelt werden anstatt die gesamte Maschinenfüllung bei hoher Temperatur zu waschen.
  • Energiesparprogramm wählen: Sie können 40% Energie einsparen, wenn Sie Ihre leicht und normal verschmutzte Wäsche im Energiesparprogramm waschen.
Beim Wäsche trocknen
  • Nur gut geschleuderte Wäsche gehört in den Wäschetrockner: Ihre Waschmaschine sollte mit mindestens 1000 Umdrehungen pro Minute schleudern. 1400 statt 1000 U/min sparen etwa 20 % Strom im Trockenvorgang.
  • Vermeiden Sie ein Übertrocknen der Wäsche: Nehmen Sie die Wäsche, die bügelfeucht sein soll, vorzeitig heraus und trocknen Sie die restliche Wäsche bis zum gewünschten Trocknungsgrad weiter. Eine ganze Trocknerfüllung verbraucht deutlich weniger Strom als zwei halbe Füllungen. Energieersparnis: 30%.
Bei der Heizung
  • Raumtemperatur der Raumnutzung anpassen: Im Wohnbereich ist eine Raumtemperatur von 20° Celsius, im Schlafbereich von 18° Celsius ausreichend. Reduzieren Sie die Raumtemperatur um 1° Celsius können Sie immerhin 6% der Heizenergie einsparen.
  • Nachtabsenkung: Nachts sollten Sie die Raumtemperatur auf 17°C absenken und Rollläden oder Vorhänge schließen.
  • Richtig lüften: heißt: Drei- bis viermal täglich für etwa fünf Minuten das Fenster weit öffnen (Stoßlüften), Heizungsventile vorher zudrehen. Bei gekippten Fenstern ist der Belüftungseffekt gering, der Energieverlust dagegen extrem hoch.
  • Regelmäßige Heizungswartung zahlt sich aus! Mit Energie-Einsparungen bis zu 4% können Sie Ihre Heizkosten durch eine intakte Heizanlage senken.
Bei der Warmwasserbereitung
  • 60° Celsius reichen aus!: Die Einstellung der Warmwassertemperatur sollte nicht über 60° Celsius liegen. Damit senken Sie den Energieverbrauch und schonen die Warmwasser-Installationen. Bei höheren Temperaturen verkalken Leitungen, Armaturen und Regler schneller.
  • Duschen ist billiger als Baden: Ein Vollbad verbraucht etwa dreimal so viel Energie und Wasser wie eine dreiminütige Dusche.
  • Warmwasserzirkulation nur zur "Stoßzeit" einschalten: Damit sparen Sie bis zu 250 Kilowattstunden Energie pro Jahr. Mit der gleichen Menge können Sie ein halbes Jahr lang täglich duschen.
Bei der Beleuchtung
  • Energiesparlampen: Sie verbrauchen fünf Mal weniger Strom als herkömmliche Glühlampen und halten zwölf Mal länger. Überall dort, wo Licht länger brennen soll, zahlt sich der höhere Anschaffungspreis der Energiesparlampen aus: durch wirtschaftlichen Betrieb und bedeutend längere Lebensdauer.
  • Beleuchtung nach Bedarf: Lichtschalter im Treppenhaus und Keller sollten mit Zeitschaltuhren, die Außenbeleuchtung mit Bewegungsmeldern ausgestattet
Bei der Unterhaltungselektronik
  • Stand-by-Betrieb nachts ausschalten: Durch Stand-by-Einstellungen besonders mehrerer Geräte, wie Audio/Videoanlagen, Fax, Satellitenempfänger und PC, ergibt sich ein Jahresverbrauch von einigen hundert Kilowattstunden.
  • Augen auf beim Neukauf: Achten Sie vor allem beim Neukauf von Geräten auf einen geringen Stromverbrauch in der Stand-by-Funktion.

Weitere Informationen unter www.ganz-einfach-energiesparen.de.